Bürgerverein Wuppertal-Beyenburg

 

Willkommen in Beyenburg mit ein wenig Geschichte

Wir laden Sie ein, den etwas abseits gelegenen östlichsten Stadtteil Wuppertals zu besuchen. 

Die Lage ist geprägt durch den auf drei Seiten von der Wupper umflossenen Bergsporn, auf dem sich der malerische Ortskern in geschlossener Fachwerkbauweise um die spätgotische Klosterkirche St. Maria Magdalena gruppiert.

Die Geschichte Beyenburgs ist schon seit dem Mittelalter geprägt durch die alte Hansestraße  zwischen Köln und Dortmund mit der Beyenburgerbrücke und die Grenzlage im Nordosten des Herzogtums Berg gegenüber der Grafschaft Mark. Am südlichen Hang in Richtung Lennep befanden sich der schon 1189 urkundlich erwähnte Hof Steinhaus, die im Jahr 1811 abgebrochene romanische Gemeindekirche und das Hofesgericht Mosblech. 1298 kamen bereits die ersten Kreuzbrüder zum Steinhaus, aber wegen der Unruhe durch die Nähe der Straße fühlten sie sich dort nicht wohl. So bekamen sie schon 1302 den kleinen Berg – „Bienberg“ genannt  - in der Wupperschleife von den Grafen von Berg geschenkt. Er liegt gegenüber dem großen, auf der westfälischen Seite gelegenen Bilstein.  Dort bauten sie ihr Kloster.

An der engsten Stelle des Berges errichteten sich die Grafen bald darauf eine Burg als Sitz ihres Amtes, das nun „Beyenburg“ hieß.

Zwischen Kloster und Burg entstand die Freiheit mit besonderen Rechten für die Bewohner. Obwohl die Burg im 17. Jahrhundert durch Kriegsfolgen immer mehr verfiel, blieb das Amt Beyenburg bis zur Napoleonischen Zeit erhalten und umfasste Barmen, Lüttringhausen mit Ronsdorf, Radevormwald und  Remlingrade.

Mit der Säkularisation wurde das Kloster aufgelöst, und Beyenburg verlor den größten Arbeitgeber. Wegen der ungünstigen Lage des Ortes konnte sich kein größerer Industriebetrieb ansiedeln, und der idyllische dörfliche Charakter des Ortes blieb erhalten.

Es gab aber im 19. Jahrhundert viele Kleingewerbebetriebe, die zum Zuzug von weiteren Familien und zur Entstehung der evangelischen Gemeinde führten. Wegen der fehlenden Großindustrie und der Abgeschiedenheit blieb Beyenburg im Zweiten Weltkrieg von Bombenangriffen verschont.

Zur Wasserregulierung der Wupper  entstand 1953/54 der Stausee, der in der Folge bis heute Sport- und Trainingsstätte der erfolgreichen Beyenburger Kanuten und Drachenboote ist.

Die Eisenbahnstrecke von Oberbarmen nach Radevormwald wurde 1979 stillgelegt.

 

Bürgerverein Beyenburg